Foto Tribüne Vorderansicht
Als das "schönste Stadion der Welt" wurde das Städtische Stadion 1928 bezeichnet. Sogar ein liebevoll ausgestattetes Restaurant wurde geschaffen.

Als das "schönste Stadion der Welt" wurde das Städtische Stadion 1928 bezeichnet. Sogar ein liebevoll ausgestattetes Restaurant wurde geschaffen.

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Die Ausstattung

Als das "schönste Stadion der Welt" bezeichnete eine Zeitung das Stadion, nachdem es durch die Goldmedaille auf den Olympischen Spielen 1928 international Schlagzeilen gemacht hatte. Die Tribüne mit 2.600 Sitzplätzen galt als innovativ und beispielhaft vom architektonischen Standpunkt aus. Das Stadionrestaurant stand allen Besuchern offen.

Leider blieb das Stadion in der ursprünglichen Form nicht lange bestehen. Gerade einmal fünf Jahre nach der Einweihung mussten umfangreiche Veränderungen vorgenommen werden: Adolf Hitler wollte hier das Reichsparteitagsgelände erweitern und das Areal des Stadions miteinbeziehen.

Der Schöpfer der Außenanlagen, der Städtische Gartenbaudirektor Alfred Hensel musste nun seine erst kürzlich erbauten Anlagen teils planieren, teils umgestalten.

Zwischen 1933 und 1938 wurden während der Reichsparteitage im Stadion die "Tage der Hitler-Jugend" durchgeführt. 1935 befahl hier Adolf Hitler den versammelten Jugendlichen, "flink wie Windhunde, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl" zu sein.

Ab 1945 nutzten die US-Besatzer das Stadion für ihre Sportveranstaltungen. 1961 ging es wieder in städtischen Besitz über. Die Einführung der Bundesliga 1963 machte erhebliche Erweiterungen des Stadions notwendig. Seit 1963 nutzt der 1. FC Nürnberg regelmäßig das Stadion mit einem Fassungsvermögen von 56.000 Zuschauern. Den "Zabo" gab er auf. 1987 und 2003 wurden weitere bauliche Veränderungen vorgenommen.

Die Möglichkeit, im Stadion auch Leichtathletikwettkämpfe abzuhalten, blieb mit dem Mehrzweck-Konzept erhalten.